So erreichen Sie uns


Praxisgemeinschaft - hausärztliche Versorgung
Helge Folta, Michael Barkhoff, Andrea Vögeli-Helmich
Tel.: 0209 - 9 56 70 00
Fax.: 0209 - 95 67 00 17
E-Mail: info@hausarzt-buer.de

Mit Hilfe der Karte können Sie den Standort unserer Praxis ausfindig machen und sich eine Wegbeschreibung zur Praxis anzeigen lassen.




Praxisgemeinschaft - hausärztliche Versorgung

Helge Folta, Michael Barkhoff, Andrea Vögeli-Helmich


Horster Str. 339
45899 Gelsenkirchen
Tel.: 0209 - 9 56 70 00
Fax.: 0209 - 95 67 00 17
E-Mail: info@hausarzt-buer.de


Schreiben Sie uns!



Alle Felder mit einem * müssen ausgefüllt werden.

Nachname*:
Vorname*:
Straße:
PLZ / Ort:
Telefon:
E-Mail*:
Nachricht*:


Unsere Sprechzeiten



AKUTSPRECHSTUNDE
(AUSSCHLIESSLICH FÜR AKUTERKRANKUNGEN)


Falls es Ihnen möglich ist, bitte vorab telefonisch voranmelden,
so reduzieren wir Wartezeiten für Sie: 0209/ 95 67 000

Mo: 07:30 - 09:00 Uhr
17:00 - 17:30 Uhr

Di: 07:30 - 09:00 Uhr
17:00 - 17:30 Uhr

Mi: 07:30 - 09:00 Uhr
11:30 - 12:00 Uhr

Do: 07:30 - 09:00 Uhr
17:00 - 17:30 Uhr

Fr: 07:30 - 09:00 Uhr
11:30 - 12:00 Uhr


TERMINSPRECHSTUNDE
(BESPRECHUNG / BERATUNG / DMP / CHECK-UP / VORSORGE)


Mo: 09:00 - 12:00 Uhr
15:00 - 17:00 Uhr

Di: 09:00 - 12:00 Uhr
15:00 - 17:00 Uhr

Mi: 09:00 - 11:30 Uhr

Do: 09:00 - 12:00 Uhr
15:00 - 17:00 Uhr

Fr: 09:00 - 11:30 Uhr

NOTFÄLLE WERDEN ZU JEDER ZEIT BEHANDELT



Gesundheitsnews



Plastik im Fisch
Symbolbild Plastikpartikel

Wie groß die Auswirkungen auf Fische und die Risiken für Verbraucher sind, ist bislang unklar

Es ist ein zunehmendes, von Menschen gemachtes Problem, das vermehrt auch ins Bewusstsein der Öffentlichkeit dringt: Plastikmüll im Meer. Schätzungsweise 4,8 Millionen Tonnen kommen jedes Jahr hinzu. In den Meeren treiben Kunststoffe verschiedensten Ursprungs und unterschiedlichster Größe – Plastikflaschen, Tüten, Reste von Fischernetzen, aber auch Kleinstpartikel aus verwittertem Plastik sowie aus Kosmetika oder Waschmitteln. Es dauert Jahrzehnte bis Jahrhunderte, bis sie sich zerkleinern und zersetzen, doch auch dann sind sie nicht verschwunden, sondern finden sich zum Teil in den Mägen von Fischen und anderen Meerestieren, die sie als vermeintliche Nahrung aufnehmen. Mit bislang noch wenig erforschten Auswirkungen.

Mikroplastik ist nicht nur in Meeresfischen wie Dorsch, Makrele und Wittling zu finden, sondern auch in Fischen des Süßwassers. Dieser Befund und viele andere neue Erkenntnisse wurden auf einem zweitägigen Seminar vorgestellt, zu dem die Projektgruppe „PlasM: Plastikmüll in Meeresfischen“ des Thünen-Instituts für Fischereiökologie führende Experten aus deutschen Forschungseinrichtungen nach Bremerhaven eingeladen hatte.

Wie die von Mikroplastik (Partikel kleiner als 5 mm) ausgehenden Risiken zu bewerten sind, steckt noch in den Anfängen. Bislang ist nicht bekannt, ob die kleinen Partikel die Fische messbar schädigen. Die Ergebnisse aus Laborexperimenten und Umweltmessungen zusammenzuführen, bleibt für die Forscher eine Herausforderung. Eine Bewertung ist allein deshalb schwierig, weil sich die meisten Untersuchungen zu Auswirkungen von Mikroplastik auf den Verdauungstrakt der Fische beziehen. Das ist der Ort, an dem die Kunststoffe im Fisch am häufigsten gefunden werden – trotzdem sind das meist nur ein oder zwei Partikel, abhängig von der Fischart und dem Fangort, aber auch von der eingesetzten Nachweismethode. „Untersuchungen zur Wirkung der Plastikpartikel auf die Gesundheit der Fische sind bislang zu kurz gekommen“, sagt Dr. Thomas Lang vom Thünen-Institut für Fischereiökologie.

Dementsprechend ist auch nicht klar, ob der Konsum solcher Fische ein Problem für die Verbraucher darstellt. Wenn man bedenkt, dass der Verdauungstrakt von Fischen mit Ausnahme einiger Kleinfischarten wie Sprotte oder Sardelle nur selten mitgegessen wird und die Zahl der Partikel im Fisch niedrig ist, erscheint das Risiko auf Basis der heute bekannten Fakten als gering. Unklar ist aber nach wie vor, ob vor allem das kleine Mikroplastik (kleiner als 0,02 mm) in relevanten Mengen in das Muskelfleisch der Fische übergeht und im Lebensmittel Fisch auf unseren Tellern landet.

Möglicherweise stellen deshalb diese kleinen Partikel, die sich dem Auge des Betrachters entziehen, das größte Problem dar. Die Forscher empfehlen daher, sich gerade dem kleineren Mikroplastik mehr zu widmen. Im Rahmen des PlasM-Projekts laufen zum Beispiel Versuche mit Kleinfischen, in deren Futter gezielt Plastikpartikel verschiedener Größe und chemischer Zusammensetzung untergemischt werden. Die Thünen-Forscher analysieren dann, ob die Substanzen im Gewebe eingelagert werden und ob sie Schäden hervorrufen können.

Gleichzeitig werden robuste analytische Methoden für die Meeresüberwachung entwickelt, um verlässliche Daten zur Mikroplastik-Belastung von Fischen und ihrer Umwelt zu erhalten. Dazu gehören auch Informationen zur Vermüllung der relevanten Meeresgebiete. „Unser Ziel ist, Monitoring-Methoden zu entwickeln, die schnell sind, aber dennoch präzise Aussagen ermöglichen“, erläutert Dr. Ulrike Kammann, Chemikerin am Thünen-Institut. Solche Ergebnisse sind die Grundlage für eine Risikobewertung in Hinblick auf Umwelt und Verbraucher und werden letztlich für fundierte politische Entscheidungen benötigt.

Das Seminar im Bremerhavener Thünen-Institut diente neben dem Erfahrungsaustausch auch der Bildung eines Netzwerks. Angestrebt werden eine engere Kooperation der Akteure im Bereich Umweltforschung und Verbraucherschutz und ein methodischer Abgleich, um gemeinsam zu einer besseren Bewertung von Mikroplastik-Risiken zu kommen.

Bewegungstherapie bei Krebs hilft – je individualisierter, desto besser
Krebspatientin beim Krafttraining

Regelmäßiger Sport senkt nicht nur das Risiko, an Krebs zu erkranken. Körperliches Training kann auch die Therapie bei einer bestehenden Krebserkrankung unterstützen. Ein internationales Forscher-Konsortium hat unter Beteiligung von Wissenschaftlern vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg herausgefunden: Patienten, die sich regelmäßig bewegen, fühlen sich nicht nur körperlich fitter und kräftiger, sie beurteilen auch ihre eigene Lebensqualität als besser und leiden seltener unter dem chronischen Erschöpfungssyndrom Fatigue. Dabei scheinen jedoch bestimmte Patientengruppen mehr zu profitieren als andere.

Dank moderner Therapiemethoden geht die Sterblichkeit durch Tumorerkrankungen immer weiter zurück. Während vor 1980 noch zwei Drittel der Krebspatienten ihrem Leiden erlag, kann heute mehr als die Hälfte dauerhaft geheilt werden. Mit dem Erfolg der Therapie gehen jedoch oft schwerwiegende Nebenwirkungen einher. Und auch nach abgeschlossener Behandlung leiden viele Betroffene unter körperlicher Schwäche, dem chronischen Erschöpfungssyndrom Fatigue und letztlich unter einem Verlust an Lebensqualität.

Das muss jedoch kein unabwendbares Schicksal sein. Zahlreiche Studien aus den letzten Jahren legen nahe, dass moderate bis anstrengende Bewegung dazu geeignet ist, etwa die Nebenwirkungen einer Krebstherapie abzumildern und die Lebensqualität zu verbessern. Der einzelne Patient profitiert davon nicht nur durch ein verbessertes körperliches Wohlbefinden. „Das kann darüber entscheiden, ob beispielsweise eine Chemotherapie wie geplant durchgeführt werden kann, und trägt somit indirekt auch zum Heilungserfolg bei“, erklärt Karen Steindorf, die am DKFZ und am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg forscht.

Allerdings: Der Effekt der Bewegungstherapie schwankt von Studie zu Studie zum Teil erheblich, da sich die untersuchten Zielgruppen ebenso wie die Art, Dauer und Intensität der Bewegungsprogramme deutlich unterscheiden. Unter der Leitung von Laurien Buffart von der Freien Universität Amsterdam, hat das internationale Forschungskonsortium POLARIS (Predicting OptimaL cAncer RehabIlitation and Supportive care) daher den therapeutischen Nutzen von Sport bei Krebs genauer unter die Lupe genommen. Die Wissenschaftler führten die Daten von Patienten aus insgesamt 34 Studien zusammen. Ziel war herauszufinden, welchen Effekt Sport während und nach einer Krebstherapie auf das chronische Erschöpfungssyndrom Fatigue, auf die körperliche Ausdauer, auf die Muskelkraft sowie auf die selbstberichtete körperliche Funktionsfähigkeit im Alltag und auf die Lebensqualität ausübt.

Das Ergebnis: „Sport hilft, aber nicht bei allen gleichermaßen“, wie Steindorf zusammenfasst, die mit ihrem Team am DKFZ und am NCT Heidelberg mit zwei Studien zur Sporttherapie bei Brustkrebs am Konsortium beteiligt war. In Bezug auf Fatigue und die körperliche Funktionsfähigkeit im Alltag, etwa Koffertragen oder Treppensteigen, tat Sport besonders den Patienten gut, die in diesen Bereichen starke Probleme hatten. Hinsichtlich Muskelkraft und Lebensqualität profitierten alle Patienten von einem Training während der Krebstherapie, unabhängig von ihrem Ausgangslevel. Nach Abschluss der Krebstherapie schien ein moderates Krafttraining jedoch vor allem weniger sportliche Patienten zu kräftigen und zu einer besseren Lebensqualität zu verhelfen. Vermutlich benötigen Patienten, die bereits über eine mäßige bis gute Fitness verfügen, ein intensiveres Training. Darüber hinaus zeigte sich, dass Patienten mit sehr niedriger Ausdauerleistungsfähigkeit weniger von einem Ausdauertraining während der Therapie profitieren als andere. Möglicherweise waren diese Patienten während der anstrengenden Krebstherapie mit dem Training überfordert.

„Grundsätzlich glauben wir fest daran, dass alle Krebspatienten von Ausdauer- und Krafttraining profitieren können“, sagt Steindorf. „Daher würden wir allen Betroffenen zu mehr Bewegung raten, um ihr persönliches Wohlbefinden und ihre Lebensqualität zu verbessern.“ Die Erkenntnisse aus der Studie legen aber nahe, dass es sinnvoll sein kann, die Sporttherapie noch stärker an den individuellen Voraussetzungen der einzelnen Patienten auszurichten, um die Effekte im Rahmen einer Krebstherapie noch effizienter ausnutzen zu können. „Unser Ziel ist eine individualisierte Sporttherapie“, fasst die Wissenschaftlerin zusammen.

Laurien M. Buffart, Maike G Sweegers, Anne M. May, Mai J. Chinapaw, Jonna K. Van Vulpen, Rob U. Newton, Daniel A. Galvão, Neil K. Aaronson, Martijn M. Stuiver, Paul B. Jacobsen, Irma M. Verdonck-de Leeuw, Karen Steindorf, Melinda L. Irwin, Sandi Hayes, Kathleen A. Griffith, Alejandro Lucia, Fernando Herrero-Roman, Ilse Mesters, Ellen van Weert, Hans Knoop, Martine M Goedendorp, Nanette Mutrie, Amanda J. Daley, Alex McConnachie, Martin Bohus, Lene Thorsen, Karl-Heinz Schulz, Camille E Short, Erica L James, Ronald C Plotnikoff, Gill Arbane, Martina E. Schmidt, Karin Potthoff, Marc van Beurden, Hester S. Oldenburg, Gabe S. Sonke, Wim H. van Harten, Rachel Garrod, Kathryn H. Schmitz, Kerri M. Winters-Stone, Miranda J. Velthuis, Dennis R. Taaffe, Willem van Mechelen, Marie-José Kersten, Frans Nollet, Jennifer Wenzel, Joachim Wiskemann, Johannes Brug, Kerry S Courneya:
Targeting exercise interventions to patients with cancer in need: an individual patient data meta-analysis. Journal of the National Cancer Institute 2018, DOI: 10.1093/jnci/djy161

TÜV SÜD: Grippemedikamente beeinträchtigen häufig die Fahrtüchtigkeit
TÜV SÜD: Grippemedikamente beeinträchtigen häufig die Fahrtüchtigkeit

Im nasskalten Herbst steigt die Zahl der Grippefälle rapide an. Viele Betroffene nehmen Medikamente ein, um ihren Alltag zu bewältigen. Was einige nicht bedenken: Ein Grippekranker fährt so schlecht Auto wie ein Betrunkener. Laut der Deutschen Lungenstiftung verzögert die Erkrankung die Reaktionszeit im Straßenverkehr um elf Prozent. TÜV SÜD warnt aus diesem Grund insbesondere vor aufputschenden Medikamenten, die die Fahrtüchtigkeit zusätzlich beeinträchtigen.

„Auch scheinbar harmlose freiverkäufliche Grippemedikamente haben es in sich. Daher sollten alle Autofahrer vor Fahrtantritt den Beipackzettel genau lesen und sich bei ihrem Hausarzt oder Apotheker erkundigen, ob die Fahrtüchtigkeit gewährleistet ist“, erklärt Andrea Häußler, Verkehrspsychologin bei TÜV SÜD. Häufige Nebenwirkungen wie Schwindel, Unruhe und Müdigkeit beeinträchtigen die Reaktionszeit. Gerade flüssige Arzneien beinhalten auch oft Alkohol, der in der Wirkung nicht zu unterschätzen ist.

Oft unbeabsichtigt begibt sich der Autofahrer durch die Grippemedikamente mit eingeschränktem Leistungsvermögen auf die Straßen und wird dadurch zu einem Verkehrsrisiko. Auch Codein-haltige Medikamente sollten mit Vorsicht eingenommen werden. Die aufputschende Wirkung von Codein wird besonders von geschwächten Menschen geschätzt, sie kann aber auch zur Beeinträchtigung des Sehvermögens führen. Ratsam ist, sich bei seinem Arzt genau zu erkundigen, welche Dosis nicht überschritten werden darf, um noch sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Zusätzlich sollte vor Fahrtantritt der Beipackzettel mit den Warnhinweisen gelesen werden. Ein Unfall unter Medikamenteneinnahme hat strafrechtliche Folgen.

„Oft enthalten die Grippemittel neben den Arzneiwirkstoffen auch Koffein – eine tückische Kombination. Denn der Patient fühlt sich vermeintlich fit und nimmt seine Fahruntüchtigkeit nicht wirklich wahr“, so Häußler. Eine Grippe geht immer mit einer Schwächung einher, diese stellt ohnehin ein erhöhtes Risiko im Straßenverkehr dar. Bei einem Husten- oder Niesanfall werden reflexhaft die Augen für einige Zeit geschlossen. Dieser kurzzeitige Kontrollverlust führt zu einem Blindflug, in dem schnell ein Auffahrunfall oder Schlimmeres passieren kann. Grundsätzlich gehört ein Grippekranker ins Bett. Wer aber seinen Verpflichtungen weiter nachgehen muss, sollte sich immer die Frage stellen, ob es nicht eine Alternative zum Autofahren gibt.

13.11.2018 DGA | Quelle: TÜV Süd AG